26.10.2017 | XING

XING-Befragung: Digitalisierung ist ein Problem der anderen

  • Geschäftsführer und HR-Verantwortliche überschätzen eigenen Digitalisierungsgrad
  • 97 Prozent der Entscheider sehen sich mindestens auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb
  • Personalverantwortliche erkennen das große Potential in der Digitalisierung im Recruiting eher als Geschäftsführer

Hamburg, 26. Oktober 2017 – Bei der Digitalisierung steht Deutschland im internationalen Vergleich nicht gut da – weder beim Ausbau der öffentlichen Infrastruktur noch bei der Adaption moderner Prozesse in der Privatwirtschaft. Wie viele Studien belegen, ist Deutschland maximal ein Mitläufer in der digitalen Transformation.* Die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt erfordern jedoch insbesondere im Bereich der Personalrekrutierung ein Umdenken. Umso überraschender ist die sehr optimistische Selbsteinschätzung, die sich im Rahmen einer gemeinsamen Entscheider-Befragung „Recruiting 4.0: Unternehmenserfolg durch digitale Personalgewinnung“ von XING E-Recruiting und der Universität Mannheim offenbart.

97 Prozent der Entscheider sehen sich mindestens auf Augenhöhe mit dem Wettbewerb

Geschäftsführer und HR-Verantwortliche aus dem Mittelstand überschätzen offenbar die eigene Leistungsfähigkeit in der Digitalisierung. 97 Prozent von ihnen glauben, ihr Unternehmen läge bei der Digitalisierung im Mittelfeld (27,7 Prozent) oder besser (69,3 Prozent): eine mathematische Unmöglichkeit. Nur drei Prozent wissen oder gestehen ein, dass sie Nachholbedarf haben. Dass die überwältigende Mehrheit der Mittelständler die Bedeutung der Digitalisierung immerhin erkennt, zeigt folgende Zahl: 97 Prozent der mehr als 100 teilnehmenden Geschäftsführer und HR-Verantwortlichen geben an, die Digitalisierung sei sehr oder eher wichtig für ihr Unternehmen.

Personalverantwortliche erkennen das große Potenzial in der Digitalisierung im Recruiting eher als Geschäftsführer

84 Prozent aller Befragten stimmen der Aussage zu, dass sie die Digitalisierung von HR-Prozessen als große Chance für ihr Unternehmen sehen. Uneins sind sich die HR-Verantwortlichen und Geschäftsführer allerdings, was die Dringlichkeit einer Digitalisierung anbelangt. Während 67 Prozent der befragten HR-Verantwortlichen die Digitalisierung in Personalprozessen für hochrelevant halten, wird diese Meinung von lediglich 35 Prozent der Geschäftsführer geteilt. Der viel zitierte Wettbewerb um die besten Köpfe macht moderne Methoden und Werkzeuge erforderlich.

Gefragt, über welche Kanäle die Unternehmen am häufigsten Stellenanzeigen verbreiten, machen jedoch klassische Maßnahmen wie die eigene Unternehmens-Website (62 Prozent), die Jobbörse der Agentur für Arbeit (41 Prozent) sowie die Print bzw. Online-Ausgaben von Tageszeitungen (je 30 Prozent) das Rennen. „Das Personalwesen muss sich ändern – und zwar nicht nur in den Köpfen, sondern auch dringend in der Praxis. Die Studie zeigt, dass der Wille, neue Dinge auszuprobieren, auch von der Geschäftsleitung mitgetragen werden muss. Die Digitalisierung bietet für den HR-Bereich zahlreiche Chancen, Workflow und Kandidaten-Management auf ein neues Level zu heben“, so Frank Hassler, Geschäftsführer von XING E-Recruiting.

Die komplette Studie mit weiteren Ergebnissen zu Digitalisierung im Personalwesen finden Sie zur ihrer Information im Anhang und kann hier kostenlos heruntergeladen werden: https://recruiting.xing.com/kontakt-studie-recruiting4

Die Studie hat das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag der XING E-Recruiting GmbH & Co. KG in Kooperation mit dem Lehrstuhl für ABWL, Personalmanagement und Führung der Universität Mannheim durchgeführt. Für die Studie wurden 101 HR-Verantwortliche und Geschäftsführer im deutschen Mittelstand im August 2017 befragt. *u.a. Innovationsindikator 2017:

http://www.isi.fraunhofer.de/isi-de/service/presseinfos/2017/presseinfo-19-2017-innovationsindikator.php  

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