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XING-Studie: Die Deutschen befürworten Gehaltstransparenz

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  • Rund 38 Prozent der Deutschen sind eindeutig für mehr Gehaltstransparenz
  • Frauen unterstützen Transparenz stärker als Männer
  • Tabuthema: Jeder dritte Befragte verrät sein Gehalt nicht einmal dem eigenen Partner

Hamburg, 13. Juni 2017 – Das eigene Gehalt gehört zu den am besten gehüteten Geheimnissen der Deutschen. Wer weiß schon, was seine Verwandten,  Freunde,  Bekannten und Kollegen verdienen? Das Problem: Wer vor Gehaltsrunden oder Karriereentscheidungen steht, dem fehlt häufig eine Orientierung über die Verhandlungsspielräume. Doch das könnte bald der Vergangenheit angehören. Am 1. Juli tritt voraussichtlich das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit in Kraft und soll in der Wirtschaft für gesteigerte Gehaltstransparenz sorgen. XING, das führende berufliche Online-Netzwerk im deutschsprachigen Raum, hat 2.024 deutsche Berufstätige repräsentativ nach ihrer Meinung zur Gehaltstransparenz befragt.*

Rund 38 Prozent der Deutschen sind eindeutig für mehr Gehaltstransparenz

Das Ergebnis: Der überwiegende Teil der Befragten steht einer neuen Offenheit in Sachen Gehalt positiv gegenüber. Rund 38 Prozent der Berufstätigen bekennen sich eindeutig zu einer gesteigerten Gehaltstransparenz und signalisieren damit auch die Bereitschaft, die eigenen Einkommensverhältnisse offen zu legen. Weitere 39 Prozent der Berufstätigen unterstützen das Vorhaben etwas verhaltener („Ja, eher schon“), aber zeigen sich immerhin aufgeschlossen für die Initiative, um mehr Lohngerechtigkeit zu ermöglichen. Damit befürworten in Summe immerhin rund 77 Prozent der Befragten Gehaltstransparenz in unterschiedlichen Abstufungen.

Frauen unterstützen Transparenz stärker als Männer

Interessant: Während mehr als 80 Prozent der weiblichen Befragten zum Ja-Lager gehören, unterstützen nur rund 74 Prozent der Männer eine umfassende Transparenzoffensive in Geldfragen. Zwei von drei Befragten (65 Prozent) zeigen sich zudem überzeugt, dass Gehaltstransparenz ein Mittel ist, um geschlechterspezifische Gehaltsunterschiede zu eliminieren. Insgesamt geht jeder fünfte Befragte (18 Prozent) fest davon aus, dass es geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Bezahlung im eigenen Unternehmen gibt. Auffällig dabei: Während jede fünfte weibliche Befragte (21 Prozent) glaubt, dass Frauen weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, sind nur rund 12 Prozent der männlichen Befragten der Ansicht, dass weibliche Beschäftigte benachteiligt werden.

Tabuthema: Jeder dritte Befragte verrät sein Gehalt nicht einmal dem eigenen Partner

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen aber auch, dass zwischen Wunschvorstellung und Realität ein großer Unterschied besteht. So spricht ein knappes Drittel (29 Prozent) der Befragten nicht einmal mit dem eigenen Partner über das eigene Gehalt. Eine ähnliche Diskretion existiert gegenüber Eltern oder Freunden. Fast die Hälfte der Deutschen redet nicht mit den Eltern (44 Prozent) offen über Gehaltsangelegenheiten. Etwas transparenter sind die Befragten gegenüber Freunden, mit denen immerhin 40 Prozent der Befragten über ihre Einkommensverhältnisse sprechen. Obwohl eine innerbetriebliche Offenlegung von Gehältern für viele vorstellbar ist, sieht die Wirklichkeit auch hier anders aus. So geben etwa drei Viertel (76 Prozent) der Befragten an, dass sie ihr Gehalt nicht gegenüber Kollegen preisgeben. Fast jeder Zehnte (9 Prozent) gibt sich zudem vollständig verschlossen und spricht mit niemandem über den eigenen Gehaltsscheck.

Insgesamt sind die Deutschen mit ihren Gehältern im Großen und Ganzen zufrieden. So empfindet fast die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer (44 Prozent) ihr Gehalt für ihre Position als angemessen. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) denken, dass sie für ihre erbrachten Leistungen fair entlohnt werden und 69 Prozent der Befragten gaben an, von ihrem Gehalt gut leben zu können.

1. Sollten in Deutschland alle Einkommen öffentlich gemacht werden, um Transparenz und Lohngerechtigkeit in Unternehmen zu erzeugen?

  • 38 Prozent: Ja, auf jeden Fall
  • 39 Prozent: Ja, eher schon
  • 18 Prozent: Nein, eher nicht
  • 5 Prozent: Nein, auf keinen Fall

 

2. Meinen Sie, dass aufgrund der Veröffentlichung der Einkommen Ungleichheiten in der Entlohnung (z.B. zwischen männlichen und weiblichen Beschäftigten) verschwinden würden?

  • 14 Prozent: Ja, auf jeden Fall
  • 51 Prozent: Ja, eher schon
  • 29 Prozent: Nein, eher nicht
  • 6 Prozent: Nein, auf keinen Fall

 

3. Mit wem reden Sie offen über Ihr Gehalt?

  • 71 Prozent: Mit meinem Partner
  • 44 Prozent: Mit nahen Verwandten
  • 40 Prozent: Mit meinen Freunden
  • 24 Prozent: Mit meinen Arbeitskollegen
  • 9 Prozent: Mit niemand
  • 8 Prozent: Mit Bekannten
  • 3,5 Prozent: Mit grundsätzlich jedem

 

*Online-Befragung von 2.024 deutschen Berufstätigen durch marketagent.com in Q4/2016

Über XING

Das führende soziale Netzwerk für berufliche Kontakte im deutschsprachigen Raum begleitet seine Mitglieder durch die Umwälzungsprozesse der Arbeitswelt. In einem Umfeld von Fachkräftemangel, Digitalisierung und Wertewandel unterstützt XING seine fast 12 Millionen Mitglieder dabei, Arbeiten und Leben möglichst harmonisch miteinander zu vereinen. So können die Mitglieder auf dem XING Stellenmarkt den Job suchen, der ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, mit den News-Angeboten von XING auf dem Laufenden bleiben und mitdiskutieren oder sich auf dem Themenportal XING spielraum über die Veränderungen und Trends der neuen Arbeitswelt informieren. Seit Anfang 2015 gehört die größte Jobsuchmaschine im deutschsprachigen Raum, Jobbörse.com, zum Portfolio des Unternehmens. Zuvor hatte XING mit dem Kauf von kununu, der marktführenden Plattform für Arbeitgeberbewertungen im deutschsprachigen Raum, seine Position als Marktführer im Bereich Social Recruiting weiter gestärkt. 2003 gegründet, ist XING seit 2006 börsennotiert und seit September 2011 im TecDAX gelistet. Die Mitglieder tauschen sich auf XING in rund 80.000 Gruppen aus oder vernetzen sich persönlich auf einem der mehr als 150.000 beruflich relevanten Events pro Jahr. XING ist an den Standorten Hamburg, München, Barcelona, Wien und Zürich vertreten. Weitere Informationen finden Sie unter www.xing.com.

Über marketagent.com

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