09.06.2026 | XING

Der Bürohund zieht nicht mehr: die unwichtigsten Job-Benefits aus Sicht von Beschäftigten

XING Wechselwilligkeitsstudie 2026  

 

Der Bürohund zieht nicht mehr: die unwichtigsten Job-Benefits aus Sicht von Beschäftigten  

 

  • Für 50 Prozent ist die Mitnahme von Hunden ins Büro nicht wichtig 
  • Auch Jobsharing oder Workation sind für eine Bewerbung nicht unbedingt ausschlaggebend  
  • Präferenzen unterscheiden sich nach Altersgruppen und Geschlechtern   

 

Hamburg, 9. Juni 2026 – Viele Benefits, mit denen Unternehmen heute um Talente werben, treffen nicht die tatsächlichen Wünsche von Bewerbenden. Besonders Lifestyle-Benefits wie Hunde im Büro, Workations oder Sabbaticals spielen für viele keine zentrale Rolle. Gleichzeitig zeigen sich Unterschiede zwischen Altersgruppen und Geschlechtern: Während einzelne Angebote je nach Lebensphase an Bedeutung verlieren oder gewinnen, werden strukturelle Vorteile wie Gehaltstransparenz oder Vier-Tage-Woche generell als wichtig bewertet. Diese Ergebnisse gehen aus der XING Wechselwilligkeitsstudie 2026 hervor, für die das Meinungsforschungsinstitut forsa 3.418 abhängig Beschäftigte ab 18 Jahre in Deutschland befragt hat. 

 

Benefits können in Stellenanzeigen das Zünglein an der Waage bei der Jobsuche sein. Was Bewerbende überzeugt und was sie weniger beeindruckt, zeigt die XING Wechselwilligkeitsstudie 2026. Vor allem Benefits, die stark zielgruppenspezifisch sind, werden oft als unwichtig eingestuft: So gibt die Hälfte der Befragten an, dass für sie die Möglichkeit, Hunde mit ins Büro bringen zu dürfen,  im Bewerbungsprozess keine Bedeutung hätte (50 Prozent).  

 

Auch andere gut gemeinte Angebote von Arbeitgebern schneiden vergleichsweise schlecht ab: 43 Prozent finden Jobsharing, also das Teilen einer Stelle mit anderen, nicht relevant. Workation steht für 39 Prozent ebenfalls oben auf der Liste der unwichtigen Benefits, auch die Möglichkeit zum Sabbatical (23 %) ist für viele kein ausschlaggebender Grund für eine Bewerbung. Interessanterweise sehen 33 Prozent der Befragten auch keinen Mehrwert in Unterstützungsangeboten zur Kinderbetreuung (Männer: 30 %, Frauen: 37 %).  

 

Überzeugender sind in Stellenanzeigen dagegen die Möglichkeit zum ortsunabhängigen Arbeiten  
(14 %), die Vier-Tage-Woche bei gleicher Arbeitszeit (15 %) und Gehaltstransparenz (16 %) – nur jeweils ein kleiner Teil bewertet sie als unwichtig. Damit zählen sie zu den relevanteren Benefits bei der Jobsuche. Spannend: Sieben Prozent der Befragten finden alle genannten Zusatzleistungen wichtig. 

 

Lebensphase und Geschlecht entscheiden über Relevanz von Benefits 

Wenig überraschend unterscheidet sich die Wichtigkeit von Benefits je nach Lebensphase. Für 56 Prozent der Befragten aus der sogenannten Generation Z (1997 bis 2012) ist Jobsharing unwichtig, bei den Babyboomern (1946 bis 1964) liegt dieser Wert dagegen nur bei 38 Prozent. Beim Thema 
Workation dreht sich die Wertschätzung: 46 Prozent der Babyboomer halten das Angebot für unwichtig, aber nur 30 Prozent der Generation Z.  

 

Jeweils 29 Prozent der Generation Z und der Millennials (1981 bis 1996) halten Unterstützung bei der Kinderbetreuung für irrelevant, bei der Generation X (1965 bis 1980) sind es 40 Prozent. Bei diesem Thema zeigen sich auch wahrnehmbare Unterschiede bei den Geschlechtern: Während es für 30 Prozent der Männer kein attraktiver Benefit ist, sind es bei den Frauen 37 Prozent. Uneinigkeit zwischen Männern und Frauen gibt es auch beim Thema, den Hund mit ins Büro nehmen zu können. 54 Prozent der Männer ist das unwichtig, bei Frauen sind es mit 47 Prozent spürbar weniger.  

 

Für Unternehmen bedeutet das: Nicht jedes Angebot zahlt automatisch auf die Arbeitgeberattraktivität ein oder schafft sogar einen Wettbewerbsvorteil. Wer mit Benefits punkten möchte, sollte seine Zielgruppen und ihre Bedürfnisse gut kennen – und die passenden Zusatzleistungen in Stellenanzeigen und während des Bewerbungsprozesses klar kommunizieren. 

 

 

 

 

Über die Studie:  

forsa-Online-Umfrage im Dezember 2025 und Januar 2026 unter 3.418 volljährigen, sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen (Arbeitende und Angestellte) in Deutschland im Auftrag von XING. 

 

Die forsa-Studie zur Wechselwilligkeit im Auftrag von XING wird seit 2012 erhoben. Sie befasst sich mit Themen wie der Arbeitszufriedenheit und der Wechselbereitschaft von Beschäftigten sowie den Wünschen von Beschäftigten an Arbeitgeber. Zum Studiendesign gehört dabei ein modularer Fragebogen mit einem festen, wiederkehrenden Fragenteil für den Zeitvergleich sowie variablen Fragen, die auf aktuelle Entwicklungen Bezug nehmen. Alle in der Erhebung gemessenen Werte unterliegen einer statistischen Fehlertoleranz. 

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eine vertiefende Analyse sowie weiterführende Recruiting-Trends finden Sie im Leitfaden „Das 1×1 der Benefits“.

 

Über XING 
XING ist eines der führenden Job-Boards im deutschsprachigen Raum, das über 21 Millionen Job-Suchende mit Arbeitgebern, Recruiter·innen und HR-Profis verbindet. Ziel ist es, passende Stellen und qualifizierte Fachkräfte effizient zusammenzuführen. Auf der Plattform finden Berufstätige aller Branchen und Karriere-Level rund 1 Million Jobs. Auf Basis konkreter Gehaltsdaten, differenzierter Such- und Filtermöglichkeiten und dem Einsatz von KI-Technologien liefert XING personalisierte Empfehlungen, die den Auswahlprozess für Job-Suchende und Unternehmen vereinfachen. 

Mehr als 20.000 Recruiter·innen nutzen XING, um Kandidat·innen für offene Positionen zu identifizieren und anzusprechen. Die Plattform bietet KI-gestützte Recruiting-Lösungen, die Unternehmen bei der Personalsuche, der Auswahl von Talenten sowie bei der direkten Kontaktaufnahme unterstützen. Für HR-Verantwortliche kombiniert XING Stellenanzeigen (Passive Sourcing) mit der gezielten Identifikation und Ansprache von aktiv und latent suchenden Talenten (Active Sourcing) sowie einem effizienten Bewerbungsmanagement-System. Weitere Informationen unter xing.com und recruiting.xing.com. 


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Anika Gottschalk

Anika Gottschalk

Principal Content & Relationship Management XING